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Ablenkung im Straßenverkehr

Handy am Steuer
Ablenkung im Straßenverkehr
Die Nutzung von Smartphones kennt keine Grenzen - auch nicht im Straßenverkehr
Polizeirätin Kerstin Montag spricht aus Erfahrung im Unfallbereich: "Im Straßenverkehr geht einfach alles zu schnell. Da kann der kurze Blick auf das Smartphone schon mal über Leben und Tod entscheiden! Darüber sollte sich jeder klar sein."
KPB Soest

Eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr, ob als Kraftfahrer, Fahrradfahrer oder Fußgänger, erfordert jederzeit die volle Konzentration auf das ständig komplexer werdende Verkehrsgeschehen. Eine kurze Unaufmerksamkeit kann unter Umständen nicht nur zu gefährlichen Verkehrssituationen oder riskanten Fahrmanövern, sondern auch zu schlimmen Verkehrsunfällen führen. 

Die Polizei stellt fest, dass Verkehrsteilnehmer sich zunehmend ablenken lassen. Die Fahrleistung von Autofahrern bei der Benutzung von elektronischen Geräten wie Mobiltelefonen während der Fahrt ist deutlich beeinträchtigt, wie Studien zeigen. Das Ablenkungspotenzial von Smartphones sticht hierbei hervor.

 

Folgende Zahlen machen dies deutlich:

  • Wer bei Tempo 50 den Blick für zwei Sekunden von der Straße abwendet, um z. B. aufs Display zu schauen, fährt knapp 30 Meter im Blindflug.
  • Wer am Steuer ohne Freisprechanlage telefoniert, zeigt in einer ähnlichen Weise gefahrenträchtiges Fahrverhalten wie ein alkoholisierter Fahrzeugführer.
  • Gefährlich ist dabei auch jede andere Ablenkung während der Fahrt. Auch der Griff zum Autoradio oder zum Navi kann verheerende Folgen nach sich ziehen

Die Anzahl der verkauften Smartphones ist mittlerweile sieben Mal so hoch wie noch im Jahre 2009. Über 80 Prozent aller verkauften Mobiltelefone sind Smartphones. Von einem weiteren Anstieg ist auszugehen.

Auch im Unfallgeschehen im Kreis Soest spiegelt sich der gestiegene Anteil an Smartphones und deren immer vielfältiger werdende Nutzungsmöglichkeiten wider.

Konsequenz hieraus ist, dass die Polizei Soest im Verkehrsbereich zukünftig einen besonderen Fokus auf die Ausweitung der polizeilichen Kontrollen im Bereich der verbotswidrigen Nutzung von Mobiltelefonen am Steuer, sowohl bei Kraftfahrzeugen als auch bei Radfahrern legen wird. Die objektive, als auch die subjektive Entdeckungswahrscheinlichkeit sollen dadurch erhöht werden. 2016 ahndete die Polizei im Kreis Soest 1603 Handyverstöße bei Autofahrern. Radfahrer wurden 740 mal mit dem Smartphone während der Fahrt ertappt. das macht insgesamt 2343 Verstöße!

Darstellung der Fahrtstrecke bei zwei Sekunden Ablenkung
Bild

Blindflug

KPB Soest, Wolfgang Lückenkemper