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Jahresbericht 2016

Andreas Müller, Ellen Dante, Manfred Dinter und Eva Irrgang
Jahresbericht 2016
Landrätin Eva Irrgang stellt die Zahlen, Daten und Fakten des Jahres 2016 vor.
Frank Meiske

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

 

bereits der Start in das Jahr 2016 stellte die Sicherheitskräfte im ganzen Land, so auch im Kreis Soest, vor neue Herausforderungen. Durch die sexuell motivierten Übergriffe, zum Nachteil junger Frauen in der Silvesternacht in Köln, aber auch in anderen Städten, nahm das Vertrauen in die Arbeit der Polizei großen Schaden.
Die Verunsicherung innerhalb der Bevölkerung wurde auch im Kreis Soest spürbar. Aufrufe zur Gründung von Bürgerwehren in den sozialen Netzwerken waren die Folge. Die Anträge für den „Kleinen Waffenschein“ stiegen über Wochen unaufhörlich an. Insgesamt wurden über 1000 Anträge gestellt und bearbeitet.
In der Karnevalszeit galt es das Vertrauen in die Polizei wieder zu stärken. Dies ist uns erfolgreich gelungen. Die zahlreichen Veranstaltungen wurden ohne größere Störungen durchgeführt, sexuelle Übergriffe in dieser Zeit wurden nicht bekannt.

Der massive Anstieg der Wohnungseinbrüche aus dem Jahr 2015 setzte sich im Jahr 2016 fort. Die eingesetzte Ermittlungskommission „EK Muräne“ und direktionsübergreifende Aktivitäten konnten den Trend im Laufe des Jahres umkehren. Die Fallzahlen sanken und die Aufklärungsquote wurde so deutlich verbessert. Die hervorragende Aufklärungsleistung in diesem Deliktsfeld bescherte uns einen vorderen Platz im Landesvergleich der Kreispolizeibehörden. In der Bevölkerung wurden die zusätzlichen Anstrengungen und der Erfolg der polizeilichen Arbeit positiv aufgenommen.
Mit der Einführung des „Wohnungseinbruchradars“, das rückwirkend wöchentlich veröffentlicht wird, werden die Wohnungseinbrüche für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Soest transparent dargestellt. Gleichzeitig wird auf präventive Maßnahmen hingewiesen.

Der Sommer war durch die Fußballeuropameisterschaft in Frankreich und insgesamt vier Veranstaltungen und Parteitage der AfD in Lippstadt, Werl und Soest geprägt.
Eine ordnungsgemäße Durchführung, sowohl der angemeldeten Versammlungen, als auch friedliche Gegendemonstrationen konnte nur durch zahlreiche Überstunden von nahezu allen Beschäftigten geleistet werden.
Neben diesen zusätzlichen Belastungen verloren wir jedoch auch andere Aufgaben nicht aus dem Auge. Beim neunten Blitzmarathon kontrollierten wir über 12000 Fahrzeuge, mehr als 50 Mal wurde der „Crash Kurs“ seit 2011 an den weiterführenden Schulen im Kreis Soest durchgeführt.

Zum Jahresende beschäftigten uns „Gruselclowns“ und „Reichsbürger“, ihnen gegenüber ist konsequentes Einschreiten erforderlich.

Darüber hinaus bewältigten die Polizeibeamten insgesamt 72.760 Einsätze, davon 25.732 Kontrolleinsätze in den Zentralen- und Kommunalen Unterbringungseinrichtungen für Flüchtlinge.

Es wurden 2016 mehr Straftaten angezeigt (17.950) als im Vorjahr (17.508). Erfreulich ist, dass die Aufklärungsquote noch einmal gesteigert werden konnte, und nun bei 55,6 % liegt.

Im Verkehrsbereich stiegen die Unfallzahlen von 7428 auf 8425 Unfälle.
Einen Rückgang gab es bei den tödlich verletzten Verkehrsteilnehmern. Im vergangenen Jahr erlagen acht Personen auf den Straßen im Kreis Soest ihren schweren Verletzungen. Im Vorjahr gab es 14 Verkehrstote. „Killer Nr.1“ bleibt weiterhin die überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit.
Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden auch im kommenden Jahr weiterhin konsequent gegen Temposünder vorgehen. Einen weiteren Schwerpunkt sehe ich im Bereich der Nutzung von Mobiltelefonen am Steuer, denn viele Verkehrsteilnehmer unterschätzten die Gefahr durch einen kurzen Blick aufs Handy.

Die Aus- und Fortbildung genießt in meiner Behörde einen hohen Stellenwert. Sie ist zwingend erforderlich, um den Herausforderungen der täglichen Arbeit gerecht zu werden.
Mit einem Zielerreichungsgrad von 83,5 % beim Einsatztraining NRW konnte ein hervorragendes Ergebnis verbucht werden. 270 Mal wurden Beamte der KPB Soest zu externen Fortbildungsmaßnahmen entsandt.

Dieser Jahresbericht macht insgesamt deutlich, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreispolizeibehörde Soest auch im vergangenen Jahr engagiert ihre Arbeit geleistet und die zahlreichen Herausforderungen des vergangenen Jahres angenommen und erfolgreich gemeistert haben.
Sie sorgten dafür, dass sich die Bürgerinnen Bürger im Kreis Soest insgesamt sicherer fühlen können.

 

 

Eva Irrgang

Landrätin