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Auffallen um jeden Preis

Polizeibeamter bei einer Fahrradkontrolle
Auffallen um jeden Preis
Schlechte Beleuchtung und dunkle Bekleidung sind oft Gründe für Unfälle mit Radfahrern
KPB Soest, Wolfgang Lückenkemper

Unfälle mit Verletzten sind für Polizeibeamte keine schönen Erlebnisse im täglichen Dienst. Wesentlich schlimmer sind Unfälle bei denen Kinder und Jugendliche verletzt werden. Gerade zur dunklen Jahreszeit sind sie im Straßenverkehr besonders gefährdet - da heißt es auffallen um jeden Preis!

Der Experte nennt es "unverantwortlich!"

„Wer rechtzeitig gesehen wird, dem passiert meist auch nichts.“ weiß Polizeihauptkommissar Wolfgang Steffaniak aus langjähriger Erfahrung. „Trotzdem lassen Eltern ihre Kinder oft mit mangelnder oder ohne Beleuchtung in der Dunkelheit mit dem Rad fahren. Einige sagen das wäre gefährlich, ich gehe da einen Schritt weiter. Es ist unverantwortlich!“ Viel Phantasie braucht man gar nicht wenn man daran denkt was passiert wenn ein Auto mit 50 km/h auf einen Fahrradfahrer trifft.

Ein verkehrssicheres Fahrrad, ein Helm und helle Kleidung sollten in der dunklen Jahreszeit selbstverständlich sein. Verantwortlich dafür sind nicht nur die Kinder sondern vor allem die Eltern! Sie sollten nicht nur auf das Verhalten der Kinder achten, sondern am besten auch mit gutem Beispiel vorangehen. Eine Warnweste ist in der Dunkelheit auf dem Fahrrad wie eine Lebensversicherung.

Nur wer gesehen wird - wird auch beachtet. Wer übersehen wird lebt gefährlich!

 

Bezirksdienstbeamte kontrollieren

Im Herbstwerden die Bezirksdienstbeamten im gesamten Kreis Soest verstärkt Radfahrer in den frühen Morgenstunden kontrollieren. Eltern sind aufgefordert die Fahrräder ihrer Kinder zu kontrollieren. Wer sein Kind mit einem Rad ohne Beleuchtung, oder mit defekter Beleuchtungsanlage fahren lässt, handelt verantwortungslos, darüber sollte sich jeder klar sein. Die ersten Kontrollen sollten den Eltern und Kindern als Weckruf dienen. Unfälle mit schweren Folgen können durch gute Sichtbarkeit und richtiges Verhalten vermieden werden. Während bei Kindern ein Elternbrief verschickt wird, werden erwachsene Radfahrer für nicht verkehrssichere Räder auch zur Kasse gebeten.